Sauberes Trinkwasser

«In Afrika ist sich niemand gewohnt, dass man das Wasser aus der Leitung trinken kann.»

Die Idee zu diesem Projekt ist nicht zufällig entstanden. Ein Mitglied von BadeWelten erfuhr, dass die bereits über 10-jährige Infrastruktur des Kinderdorfes saniert werden muss. Dabei stellte sich heraus, das auch die sanitären Einrichtungen in schlechtem Zustand sind, insbesondere die Trinkwasseranlage. Öffnet man die Leitungen, fliesst zuerst lange nur rostgefärbtes und schmutziges Wasser. Aber auch nur, wenn die Wasserpumpe übehaupt erst mit Energie versorgt wird. Strom gibt es meist nur über wenige Stunden am Tag. Ironischerweise liegt das Kinderdorf in Sichtweite des Victoriasees.

«Meist fliesst bloss rostiges, verschmutztes Wasser. Wenn die Pumpe denn überhaupt funktioniert.»

Trotzdem ist sauberes Wasser Mangelware. Wasserproben wurden in der Schweiz analysiert und das Resultat zeigte starke Verunreinigungen bereits ab Quelle. 2014 wurden zwei erfahrene Sanitärfachleute losgeschickt, um die Situation vor Ort in Augenschein zu nehmen. Im Frühling 2015 wurde die erste Etappe realisiert: Die Inbetriebnahme einer technisch einfachen, aber hoch effizienten Wasseraufbereitungsanlage (Katadyn Keramik Filter), inkl. einem Notstrom Aggregat.

Auf Worte folgten Taten

Was heute wie ein Wunder erscheint, ist das Resultat langer, harter Einsätze in der Ferien- und Freizeit stark engagierter Menschen: Im BadeWelten Team bildete sich ein Team unter der Leitung von Walter Kaufmann – ein Vorstandsmitglied der BadeWelten Genossenschaft. In seiner Firma in Egg plante und tüftelte er die Anlagen, Installationen und Transporte und sandte unzählige Anfragen an Lieferanten und Hersteller, um anschliessend die Arbeiten in Uganda auch gleich selber auszuführen.

Zusammen mit Andreas Boutellier und Roger Bogni, beides junge und bereits sehr fähige Sanitärinstallateure reisten sie in ihren Ferien viele Male ins Kinderdorf. Begleitet wurden sie von Sanitär-Lehrlingen aus unterschiedlichen BadeWelten-Betrieben. Bis heute leisteten sie fünf teilweise mehrwöchige Einsätze. Und organisierten eine schiere Menge an Material, um ein ganzes Dorf zu sanieren. Denn mit der neuen Trinkwasser-Anlage war das Problem längst nicht gelöst: Verrostete Leitungen, undichte Tanks, leckende WC-Spülkästen und tropfende Wasserhahnen mussten ersetzt werden, damit das kostbare Nass auf dem Weg von der Aufbereitungsanlage zu den Häusern nicht wieder verschmutzte oder irgendwo versickerte.

Damit diese Herkules-Aufgabe etwas greifbarer wird, hat uns Walter eine Aufstellung zusammengetragen:

  • 3’600 Meter Wasserleitungen verbaut
  • 50 WC-Spülkästen und 200 Armaturen ersetzt
  • Notstromgruppe mit 22 kVA für Pumpe und Wasserfilter installiert
  • 1’700 Fittings verbaut
  • 1 Katadyn Wasserfilter Anlage (57 Liter / h) für das Dorf und 1 Katadyn Wasserfilter Anlage (7 Liter /h) für die Schule verbaut
  • 1 neue Bohrloch-Pumpe installiert
  • 800 Meter Stromkabel verlegt
  • 1’200 Stunden Arbeit geleistet
  • 27 Flugtickets finanziert
  • 8.5 Tonnen Material verschifft

Danke!

Besonderer Dank gebührt auch den unzähligen Firmen welche sich spontan dem Projekt angeschlossen und mit ihren Materialspenden das ganze überhaupt erst ermöglichten.

Der allergrösste Teil wurde von der BadeWelten Genossenschaft und ihren Mitgliedern finanziert. Dazu kamen viele Spenden von privater Seite. Zahlreiche Lieferanten und Unternehmen haben Material gratis oder zum Selbstkostenpreis geliefert. Herzlichen Dank!

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