Gestern stand ein sehr lesenswerter Beitrag in der NZZ unter dem Titel: «Ein Modell für die Welt – Ugandas progressive Flüchtlingspolitik ist ein Erfolg, aber die Krise im Südsudan bringt sie zunehmend an ihre Belastungsgrenze».

Gerne verweise ich hier auf diesen Artikel.

Uganda hat, gemessen an der eigenen Bevölkerung, mehr Flüchtlinge aufgenommen als irgend ein anderes Land der Welt. Doch das dramatische Wachstum der Flüchtlingswelle bringt das Land, trotz allem guten Willen, an seine Grenzen.

Kids of Africa engagiert sich im Rahmen der Möglichkeiten zu Linderung der Notlage. Dieser Tage konnten wir einen kurzfristig erstellten Brunnen in Betrieb nehmen. Der ist für unglaublich viele, erschöpfte Familien gegenwärtig ihre einzige Wasserquelle. Er ist kein Tropfen auf dem heissen Stein, sondern für viele eine Lebensgrundlage!

Awekiparo

Bau des Brunnen

Awekiparo Denkmal

Der neue Brunnen wird gleich ausprobiert!

Aber es geht auch um mehr. Wir planen, gemeinsam mit der Bevölkerung der Grenzregion, eine lokale Berufs- und Landwirtschaftsschule. Ich berichtete kürzlich, dass wir den Bau einer Berufsschule bei unserem Kinderdorf noch einige Monate verschieben, bis wir ausreichend Geld haben. Aber in der akuten Krisenregion wollen wir rascher handeln.

Denn die Zeit drängt.

Eine sinnvolle Beschäftigung und Bildung für diese vom Schicksal geplagten Menschen ist zentral. Denn: viel Not wäre durch nachhaltige Landwirtschaft vermeidbar. Zum Beispiel existieren im Süd-Sudan kaum landwirtschaftliche Speicher! Die wenigen staatlichen werden oft missbraucht. Aber den Familien und Kleinbauern fehlen solche Speicher, um Grundnahrungsmittel wie Hirse, Mais, Jams oder Hülsenfrüchte für schlechte Zeiten zu lagern.

Die meisten Menschen leben hier von der Hand in den Mund. Aber eine nachhaltige Landwirtschaft, welche Dürreperioden überbrückt, wäre möglich! Hier wollen wir praktische Präventionshilfe geben – als Hilfe zur nachhaltigen Selbsthilfe. Und wir wollen jungen Menschen einen sinnvollen Tagesinhalt und ein tägliches Essen geben. Weil wir an sie glauben! Darum geht es. Der NZZ-Artikel bestätigt, was uns motiviert.