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Willkommen Maria

Wir heissen Maria (3) als neuen Schützling im Kids of Africa-Kinderdorf sehr herzlich willkommen!

Seit wenigen Wochen lebt sie in der Familie unserer langjährig-erfahrenen Pflegemutter, «Mother Peace». Sie wurde von Mother Peace, ihren neuen Geschwistern und im ganzen Dorf herzlich begrüsst. Den herzlichen Empfang konnte sie nur langsam einordnen. Denn Maria wurde uns in höchster Not eingewiesen. Sie war in kritischem Zustand – unterernährt, dehydriert und traumatisiert. Ihre aids-kranke Mutter verstarb erst kürzlich bei einem Auto-Unfall. Ihr aids-kranker Vater ist bettlägerig. Die väterliche Grossmutter, ihre letzte lebende Verwandte, starb ebenfalls. Das Schicksal bescherte dem guten Kind einen schlimmen Start ins Leben. Seine Eltern müssen schrecklich darunter gelitten haben. Eltern verstehen intuitiv, was es heisst, «Wer ein Kind rettet, der rettet eine ganze Welt».

Ich will Ihnen heute über zwei Dinge schreiben. Erstens, über den Prozess, wie hilfsbedürftige Kinder zu Kids of Africa gelangen. Und zweitens will ich noch ein paar Worte und Bilder zu Maria mit ihnen teilen.

Wie ein Kind zu Kids of Africa kommt

Gute Nachbarn brachten das regungslose Kleinkind zu einer Klinik, die rasch die staatliche Sozial-Behörde alarmierte. Diese suchte zunächst – erfolglos – a) natürliche Verwandte, oder b) eine ugandische Adoptions-Familie. Dieser Prozess ist in Uganda gesetzlich detailliert geregelt. Erst nachdem alle Versuche, für Maria eine natürliche Familie zu finden, scheitertern, wurde Kids of Africa mit einem offiziellen Vormundschaftsgesuch kontaktiert. Jedes unserer Schützlinge ist auf diese Weise zu Kids of Africa gekommen. Unsere drei Sozialarbeiter führen für jeden Schützling eine lückenlose Dokumentation. Selbst wenn die Suche nach natürlichen Verwandten manchmal der sprichwörtlichen Suche nach einer Nadel im Heuhaufen gleicht: wir setzen uns auch weiterhin dafür ein. Das schulden wir unseren Kindern. Und wir schulden es den gesetzlichen Rahmenbedingungen. Für immerhin 18 Schützlinge konnten wir Verwandte nachträglich identifizieren. In solchen Fällen stellen wir es den Kindern frei, ob sie allenfalls bei ihren Verwandten (falls möglich) leben wollen. Allerdings ist bislang noch kein Kind von Kids of Africa ausgezogen.

Auch, weil wir diese Prinzipien seit unserer Gründung hochhalten, wird unser Dorf in Uganda regelmässig als vorbildliches Kinderhilfswerk ausgezeichnet. Das ist keineswegs selbstverständlich. Denn gegenwärtig findet in Uganda eine intensive Diskussion statt, über das Dilemma a) seiner verlassenen Kinder, b) den geforderten Sozialbehörden und c) den vielen ungesetzlichen, teilweise dubiosen Kinderhilfswerken im Lande. Jüngst kündigte die Regierung die Schliessung von über dreihundert sogenannten Kinderhilfs-Organisationen an. Denn leider verbirgt sich hinter manch wohlklingenden Namen nichts Gutes. Das erklärt, weshalb für unsere auf Nachhaltigkeit ausgelegte Arbeit unser guter Ruf, unsere Transparenz und die lückenlose Dokumentation unserer Arbeit so zentral sind

Zurück zu Maria.

Das zierliche Mädchen war traumatisiert. Das ist normal, besonders bei Kleinkindern, die sehr grosses Leid erlitten. In den ersten Tagen sprach sie wenig. Sie weinte viel. Vor allem des Nachts, wegen des Verlustes ihres Vaters und ihrer Mutter. Und doch hat sich auch Maria – wie eigentlich alle unsere Schützlinge – enorm rasch stabilisiert. Da sagen Bilder mehr als Worte.

Und wir wissen: Zeit, Liebe und geduldige Zuwendung heilen viele Wunden. So arbeiten wir seit über fünfzehn Jahren. Das gute Gedeihen vieler Schützlinge ist unser schönster Lohn. Auch Maria wird eines Tages auf festen Beinen stehen, wird ein wichtiges Mitglied der ugandischen Gesellschaft sein. Wir glauben an sie, wie an jedes Kind, das bei uns lebt oder auch nur die Schule besucht. Doch davon mehr im nächsten Newsletter.

Herzliche Grüsse aus Kids of Africa

Ihr Burkhard Varnholt

2019-02-28T15:21:49+01:0028. Februar 2019|