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Woche 12 in Quarantäne

Liebe Freunde

Schon Aristoteles schien die Jugend seiner Zeit unverantwortlich, ohne Manieren und entsetzlich anzusehen. Wir sehen: schon immer mussten sich Generationen für den richtigen Umgang miteinander engagieren. Das ist kein Spaziergang. Da gehört auch Reibung dazu. Doch an wechselseitigem Vertrauen, Respekt und Wertschätzung führt kein Weg vorbei.

Niemals hätte unsere Gemeinschaft von Schützlingen und Vormündern erwartet, für mittlerweile 12 Wochen gemeinsam in Quarantäne zu leben. Doch heute zählen diese Werte mehr denn je – und sie schaffen eine gemeinsame Basis für alle Generationen im Kids of Africa-Dorf. Darauf dürfen sie stolz sein. Ein Bericht aus Woche 12 in Isolation.
Und ein aktuelles Bild von Josef – unserem jüngsten Schützling, der noch vor der Krise bei Kids of Africa einen neuen Start ins Leben erfuhr.

Josef – dessen Leben in Kids of Africa neu begann

Hier sehen Sie Josef in den Armen von Charity. Josef wurde erst zu Beginn der Corona-Krise von den Behörden Kids of Africa zur Vormundschaft anvertraut. Was für einen ungewöhnlichen zweiten Start ins Leben er nahm. Doch wenn wir das Bild genau betrachten, dann sehen wir darin alles, was zählt: wechselseitiges Vertrauen, Respekt und Wertschätzung. Und das schon zwischen den Jungen, die sich nichts «schuldig» sind. Sondern einfach, weil es zählt. Deshalb glauben wir an unsere Schützlinge.

Miteinander reden

Das unscheinbare Geheimnis guter Gemeinschaften hat auch damit zu tun, dass alle miteinander im Gespräch bleiben. Dass man miteinander, nicht übereinander redet. Solche Binsenwahrheiten haben wir schon oft gehört. Doch in Zeiten wie diesen werden sie real getestet.

Zeit für uns selbst

Gerade für die heranwachsenden Jugendlichen ist es ebenso wichtig, auch Rückzugsorte zu finden. Orte der Kontemplation, an denen sie ihren Gedanken und Luftschlössern folgen können. Ein Buch lesen, eine Zeichnung zeichnen oder auch ein vertrauliches Gespräch zwischen zwei Freunden/innen führen. Auch diese Momente sind besonders wichtig in Zeiten wie diesen.

Gemeinsam Erfahrungen machen

Diese Woche stellten unsere Schützlinge unter guter Anleitung Sandalen her. Auch solche vermeintlich kleinen Erfahrungen sind wichtige Erfahrungen. Denn sie sind konkret, sie verbinden und sie stärken unsere handwerklichen Fertigkeiten. Alles gute Dinge!

Wir dürfen hoffen

Während der nationale Lockdown und das beispiellose Hochwasser in Uganda einen ebenso beispiellosen Kollateralschaden auslösten, besteht auch Grund zur Hoffnung. Die intensiven Regenfälle, beispielsweise, haben nachgelassen, das Hochwasser zieht sich zurück. Seine Schäden sind enorm, doch Ugandas Bürger sind kreativ. Sie werden sie überwinden. Und wenngleich ein Verheilen der Schäden aus den Lockdowns noch länger dauern wird sind afrikanische Gesellschaften belastbar. Sie haben schon viele Rückschläge erlebt, werden auch diesen überwinden.

Mit herzlichen Grüssen
Burkhard Varnholt

2020-06-10T10:59:33+02:0012. Juni 2020|