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Woche 16 in Quarantäne

Liebe Freunde

Nachdem wir jüngst noch eine Lockerung der Lockdowns antizipierten, verfügte Uganda’s Präsident diese Woche eine überraschende Verlängerung der Schulschliessung bis mindestens Ende 2020 – gegen Empfehlungen der eigenen Minister. Wenngleich Uganda’s Infektionsrate minimal ist, schaffen die Lockdowns eine humanitäre Tragödie. Doch Uganda’s Bürger/innen sind resilient. Unsere Schützlinge publizierten diese Woche ihre eigenen Dorfzeitung – «KoA Eye». Lesen sie selbst, weshalb die Kinder mit grossem Selbstvertrauen in ihre Zukunft blicken.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Sommer und verabschiede ich mich für drei Wochen in die Ferien.

Eine Dorfzeitung entsteht

«KoA Eye» heisst die erste Dorfzeitung unserer Schützlinge. «We’re all journalists now!». Mit diesen Worten laden ihre Herausgeber, Aisha (15) und ihre Freunde/innen alle anderen Dorfbewohner ein, Beiträge für die nächste Ausgabe zu liefern. «KoA Eye» handelt vom Leben im Dorf – Nachrichten, Soziales, Sport, Meinungen. Eine echte Schülerzeitung eben. Nur, durch die Lockdowns sind unsere Schützlinge mit einem grossen Schritt reifer geworden. Man zögert, von einer «normalen Schülerzeitung» zu schreiben. Ich will nicht die ganze Zeitung ins Deutsche übertragen, sie nur hier anhängen und einen einzigen Beitrag von Florence (14) übersetzen:

Der Einfluss der überraschenden Lockdowns of KoA’s Kinder

«Trotz derunerwarteten Isolation von Kids of Africa, verursacht durch die Covid 19 Pandemie, zeigte die Krise Wichtiges. Nämlich, dass wir Kinder bereit sind, unser Dorf ebensogut wie die Erwachsenen zu führen. Wir haben gesehen, dass wir Kinder die Felder bewirtschaften können. Dass wir, nach anfänglicher Anleitung, unsere Infrastruktur pflegen und reparieren können. Dass wir Wasser holen und kochen können, wenn mal die Wasserpumpe nicht funktioniert. Dass wir unser Essen kochen und unsere Häuser sauber halten können. Daumen hoch, für alle Kinder von Kids of Africa!
Wir haben viel gelernt. Dass unsere Welt schon morgen ändern kann. Dass wir jederzeit bereit sein müssen, uns flexibel anzupassen. Wir wissen, dass wir das können. Aber wir wissen nicht, wie die Welt morgen aussieht.»

Geschrieben von Florence (14).

Bilder unserer (jüngsten) Schützlinge

Erinnern Sie sich an unsere jüngsten Schützlinge, die Kids of Africa zu Beginn der Lockdowns in bedauernswerter Verfassung zur Pflege und Vormundschaft anvertraut wurden? Sehen Sie sie heute. Es sind Bilder, die zeigen, weshalb eine starke Familie die beste Gewähr für eine gesunde Zukunft bildet.

Und hier noch einige Schnappschüsse unserer nächsten Generation. Sie sind der beste Grund, weshalb wir an sie, weshalb wir an Afrika’s Zukunft glauben.

17kg Vanille und 3’000 Ananas-Setzlinge

Nach den verheerenden Hochwassern normalisiert sich die Lage in Ostafrika (wenngleich die Heuschrecken-Plage noch andauert). Diese Woche konnten wir insgesamt 17kg Vanille ernten. Ein Rekord für Kids of Africa! Die kostbaren und anspruchsvollen Schlingpflanzen hatten wir vor etwa drei Jahren gesetzt. Seitdem wuchsen sie langsam in unserer Bananen-Plantage empor – trotz eines grossen Verlustes durch das Hochwasser war die Ernte reich. Manchmal schafft die Natur ausgleichende Gerechtigkeit.

Und noch mehr: unsere Schützlinge pflanzten letzte Woche insgesamt 3’000 Ananas-Setzlinge an. Mjamm … Und nebenbei lernen sie auch hier über Landwirtschaft, Nachhaltigkeit und Eigenverantwortung,

Ich wünsche Ihnen einen schönen Sommer, danke Ihnen für ihre Unterstützung und grüsse Sie ganz herzlich. Die nächsten vier Wochen werde wegen meiner eigenen Familien-Ferien keine Berichte aus Kids of Africa senden.

Herzliche Grüsse

Ihr
Burkhard Varnholt

2020-07-10T08:20:15+02:0010. Juli 2020|