Spendenkonto IBAN Nummer:CHF  CH20 0483 5095 4248 7100 0 •  USD  CH83 0483 5095 4248 7200 0 •  EUR  CH56 0483 5095 4248 7200 1 •  BIC Codes:Credit Suisse  CRESCHZZ80A •  Post  POFICHBEXXX

Woche 2 in Quarantäne

Mit Verantwortung durch die Krise

Liebe Freunde

Die erste Woche Quarantäne war für Kids of Africa mit enormen Herausforderungen verbunden. Das Dorf ist nun geschlossen. Die Lage in Uganda ist prekär. Doch unsere Schützlinge ziehen alle am selben Strick. Ihre Solidarität ist hoch, die Stimmung positiv – und wir begrüssten drei neue Schützlinge. Ein Kurzbericht.

Pilz-Invasion!

Nach dem täglichen Morgen-Lauf entstand heute freudige Aufregung. Der intensive Regen der letzten Wochen hatte uns einen seltenen Pilz-Segen beschert. Als eines unserer Kinder die Pilze bemerkte, da verbreitete sich das Gerücht wie ein Lauffeuer im ganzen Dorf. Die Kinder waren nicht mehr zu bremsen. Wenige Minuten später wurde überall mit vielen, kleinen Händen nach Pilzen gesucht. Mutter Mary (mittleres Bild) freut sich: «Hurra – heute machen wir eine grosse Pilz-Sauce für das ganze Haus!»

Steigende Pegel

Regen ist Segen. Aber kann auch eine Herausforderung sein. Seit Wochen steigt der Pegel des Victoria-Sees, an dessen Ufer wir leben, auf ungekanntes Niveau. Niemand kann sagen, wie lange er noch steigen wird. Unsere Wohnhäuser sind nur noch wenige Meter vom Wasser entfernt. Doch ein gutes Drittel unserer Obst- und Vanille-Anpflanzungen sind überschwemmt – die betroffenen Bananen-Pflanzen sind tot.

Home-Schooling

Natürlich bemühen wir uns auch um Home-Schooling. Allerdings nicht online, sondern mit Stift, Kreide und Papier. So geht es eben auch. Gestern mussten die älteren Kinder einen Aufsatz schreiben. Es entstand eine wunderbare Mischung – manche lang, ander kurz, manche fiktional, andere waren autobiographisch. Eine kurze Notiz eines Schützlinges, der lieber läuft als lernt, klang beispielsweise so:

– Wacht früh auf!  –

«Jeden Morgen wachen wir früh auf. Wir rennen 5 oder 10 Kilometer mit unserer Direktorin, Dorte, durch unseren Feldweg. Das hält uns fit, gesund und zufrieden. Vor allem diejenigen, die wirklich aufstehen und sich nicht faul im Bett verstecken. Deshalb sagt man auch, «der frühe Vogel fängt den Wurm» und deshalb sind wir so gesund.
Die Lehre? Steht früh auf!» – Steven (12)

Ankommen

Zum Schluss noch ein Schnappschuss von einem unserer jüngsten, dauerhaften Schützlinge. Alle drei (ich berichtete letzte Woche), sind bereits gut angekommen. Sie integrieren sich zaghaft und haben ihr Lachen wieder entdeckt.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Herzliche Grüsse,

Ihr Burkhard Varnholt

2020-04-09T10:04:26+02:003. April 2020|