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Woche 8 in Quarantäne

Liebe Freunde

Während andernorts die Lockdowns gelockert werden, verlängert Ugandas Regierung die Ausgangssperren. Doch während im ganzen Land nur 139 Menschen Covid-infiziert sind, treffen der wirtschaftliche Einbruch und sintflutartige Regenfälle die 40-Millionen-Bevölkerung des Landes hart. Im Kinderdorf tun wir alles für einen ausgeglichenen Tagesablauf, arrangieren uns mit dem Wetter – und feiern einen unerwarteten Nachwuchs. Lesen Sie selbst.

Covid in Uganda


Mittlerweile haben sich in Uganda nach offizieller Zählung 139 Personen mit dem Virus angesteckt. Das ist wenig, gemessen an der Bevölkerung von über 40 Millionen Bürgern. Uganda, wie viele afrikanische Länder hat eine jüngere Bevölkerung als Europa. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung sind unter 15 Jahre alt, nur 2 Prozent sind älter als 65 Jahre – in Europa sind 20 Prozent der Bevölkerung älter als 65 Jahre alt. Das erklärt, weshalb das Land – Gottseidank – von der eigentlichen Pandemie bislang weniger stark getroffen ist als Europa.

Doch einschneidender als Covid-Infektionen sind für Uganda die Wirkung der Lockdowns. Die Wenigsten verfügen über Reserven. Mittlerweile befindet sich unser Dorf in der neunten Woche der Isolation. Dazu kommen sintflutartige Regenfälle. Die höchsten seit 1964. Über 1.5 Millionen Menschen sind davon betroffen – ihre Häuser stehen unter Wasser. Als Folge erlebt Uganda einen Anstieg von Bilharziose, Cholera und Durchfallerkrankungen. Doch viele lassen sich nicht behandeln, weil ihnen das Geld fehlt oder die Angst sie vom Arztbesuch fernhält.

Glücklicherweise sind unsere Häuser noch trocken und wir können unsere Schützlinge fast autark ernähren. Ausserhalb unseres Dorfes ist die Hilfe, die unsere Angestellten leisten können, heute wichtiger denn je.

Tägliche Arbeit

Jeden Tag, wenn der Regen aussetzt, müssen alle unsere Schützlinge mithelfen: auf der Farm, im Garten, im Haushalt und bei den Hausaufgaben der Kleineren. Eine wichtige Lebensschule.

Riesen-Kassava!

Uganda ist fruchtbar. Doch die ergiebigen Regenfälle bescheren uns Früchte von ungeahntem Ausmass. Sehen Sie Aisha mit einer Kassava, die ungefähr 10 Mal grösser ist als im Normalfall. Und teilen Sie unsere Freude über einen Korb reifer, frisch geernteter Avocados.

Milch!

Ein Nachbar stellte uns diese Woche Milch vor unser Tor. Das ist gelebte Freundschaft und Solidarität! Wir danken und tragen sie stolz in unsere Gemeinschaftsküche.

Tanzschule

Darf es heute etwas klassisch sein? Manche unserer Teenagerinnen versuchten sich letzte Woche in klassischen, europäischen Tänzen. So globalisiert sich Kultur – auch über Kontinente. Youtube und das Internet machen es möglich.

Nachwuchs

Und hier unser jüngster Nachwuchs 🙂 . Unsere Schützlinge haben die Kleinen schon fest in ihre Herzen geschlossen. Und wir sehen, warum Landwirtschaft und Nachhaltigkeit so eng verknüpft sind.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung und für die Teilnahme an unserem letzten Zoom-Telefonat. Die beiden Kinder waren nicht immer leicht zu verstehen, aber sie waren mächtig stolz! Danke – Ihre Teilnahme bedeutet unglaublich viel für sie!

Happy Friday und herzliche Grüsse
Ihr Burkhard Varnholt

2020-05-15T10:42:38+02:0015. Mai 2020|