Frühlingsgrüsse aus Uganda ❤️

Liebe Freunde
Mit den besten Grüssen von unseren Kids wünsche ich Ihnen einen schönen Sonntagmorgen. In Uganda feierten wir letzte Woche Ostern. Wir feierten den Segen und das Geschenk des Lebens, unserer kleinen Gemeinschaft.
Und: wir feierten die Ankunft eines neuen, jungen Schützlings.
Ein neuer Start, getragen von Hoffnung

Ein drei Tage alter Bub, hilflos ausgesetzt am Strassenrand, von dort zur Polizei gebracht, soll auf dringende Bitte der Vormundschaftsbehörde nun bei Kids of Africa einen neuen Start erhalten.
Der Leuchtturm und das Leben
Zwanzig Jahre Kids of Africa machen dankbar und demütig. Das kleine Dorf ist ein grosses Geschenk. Es strahlt nach innen und auch nach aussen. Wie ein Leuchtturm in stürmischer See.

Zwanzig Jahre Kids of Africa erinnern auch daran, dass wir alle am Anfang unseres Lebens nur Empfänger sind, wenn uns die Lebenslotterie entweder einen guten, mediokren oder schlechten Start in Leben zuteilt. Wer bei uns lebt, ist mit schlechten Karten gestartet. Und trotzdem ist der Start kein Schicksal, der Weg zum Ziel stets offen.



Auch wenn wir stolpern, dürfen wir zuversichtlich bleiben. Rückschläge können uns stärken. Aus Fehlern können wir lernen. Und, wenn die Nacht am dunkelsten ist, ist der Morgen bekanntlich am nächsten. Davon wissen unsere Kids einiges zu berichten. Und davon spricht ja das Osterfest, das wir letzte Woche feierten.

Von der Zuversicht in den Stürmen des Lebens spricht auch William Henley (1849 – 1903) in seinem berühmten Gedicht «Invictus» («Unbezwungen»), das in Afrika viele kennen. Es war das «Lieblingsgedicht» von Nelson Mandela, der es während seiner 27-jährigen Haft regelmässig rezitierte. Einer unserer Schützlinge rezitierte es letztes Wochenende. Ich hänge es Ihnen an.
Heute sind wir stolz auf all unsere Schützlinge. Sie meistern ihre Herausforderungen, begehen ihre eigenen Wege. Tatkräftig, würdevoll und zuversichtlich. Gemeinsam mit ihnen freuen wir uns auf unsere neuen Gäste und auf die nächsten zwanzig Jahre. Alles Grosse beginnt bekanntlich im Kleinen.
Mit herzlichen und verspäteten Ostergrüssen
Stets Ihr Burkhard Varnholt, im Namen unserer Kids of Africa-Gemeinschaft
Und hier das berühmte Gedicht «Invictus»
von William Henley (1849-1903):
Aus finst’rer Nacht, die mich umragt,
durch Dunkelheit mein’ Geist ich quäl’.
Ich dank’, welch’ Gott es geben mag,
dass unbezwung’n ist meine Seel’.
Trotz Pein, die mir das Leben war,
man sah kein Zucken, sah kein Toben.
Des Schicksals Schläg’ in großer Schar.
Mein Haupt voll Blut, doch stets erhob’n.
Jenseits dies’ Orts voll Zorn und Tränen,
ragt auf der Alp der Schattenwelt.
Stets finden mich der Welt Hyänen.
Die Furcht an meinem Ich zerschellt.
Egal, wie schmal das Tor, wie groß,
wieviel Bestrafung ich auch zähl’.
Ich bin der Meister meines Los’.
Ich bin der Käpt’n meiner Seel’.Yours ever, Burkhard


